Das Privatleben eines Superstars

Seit Anbeginn seiner Karriere – und die startete ja bekanntlich bei Take That – kamen die Medien kaum eine Woche ohne neue Schlagzeilen über Robbie Williams aus. Ständig kursierten neue Gerüchte, ständig gab es neue Fotos mit blanken Hintern, einem betrunkenen Robbie oder Robbie mit einer neuen Frau an seiner Seite darauf.

Schlägereien

Was als das begann, wovon Robbie Williams in seiner Kindheit träumte – ein gefeiertes Mitglied in einer Boyband zu sein – das wird schon bald zu Zerreißprobe für ihn. Bei Take That ist er, sobald der Scheinwerfer angeht, der gut gelaunte Clown. Hinter den Kulissen sieht das anders aus: Robbie ist feierwütig, das gefällt dem Management gar nicht. Er zieht um die Häuser, feiert wilde Alkohol- und Drogenexzesse, besucht ohne die Zustimmung des Managements 1995 das Glastonbury Festival. Dort trifft er backstage seine persönliche Lieblingsband Oasis, die ihn mit auf die Bühne nimmt – die Schlagzeilen sind voll davon.

Ängste

Kurz darauf startet er bereits seine Solokarriere und nimmt sich den Erfolg der Gallagher-Brüder zum guten Beispiel – so soll es bei ihm auch laufen. Alles andere ist anfänglich der Fall. Das Boygroup-Image, die Versagensängste und das schleppenden Anlaufen seiner Solokarriere, Panikattacken und Drogen machen ein Wrack aus Robbie Williams. Eine Zerschlagung mit den Jungs von Oasis, die von seinem Fangehabe genervt sind, führt zum ersten Aufkommen der Gerüchte um Robbies Homosexualität, die bis heute nicht verstummt sind. Öffentlich beschimpfen die Gallaghers ihn immer wieder als Schwulen, Robbie flüchtet sich im Gegenzug in viele Affären – die natürlich auch von der Presse dokumentiert werden. Die verbalen Angriffe seiner ehemaligen Idole lässt er nicht ungesühnt und schlägt ebenso öffentlich mit Worten zurück. Ein öffentlicher Schlagabtausch ist die Folge, es scheint nicht ruhig zu werden. Die vielen Rückschläge ziehen Robbie Williams immer mehr in eine Sinnkrise.
Mittlerweile stark übergewichtig und auf permanenter Partytour liefert er den Paparazzi und der Klatschpresse unentwegt neuen Gesprächsstoff. Gemeinsam mit seiner Freundin Jacquie Hamilton-Smith lässt er keine Party aus und verfällt immer tiefer in seine Identitätskrise.

Affären

Im Sommer 1997 begibt sich Robbie Williams auf Anraten seiner Mutter und Elton Johns in eine Suchtklinik, unterzieht sich einem Entzug und kehrt gestärkt zurück, um im Dezember mit „Angels“ endlich den Durchbruch zu schaffen. Die Verkaufszahlen des Debutalbums steigen endlich, privat ist er mit Nicole Appleton liiert. 1998 kommt dann jedoch nach wenigen Monaten schon die Trennung, Nicole soll ein gemeinsames Baby abgetrieben haben und geht ihrerseits wenig später eine Liaison mit Robbies Rivalen Liam Gallagher ein – die öffentliche Schlammschlacht nimmt kein Ende. 2001 ist Robbie dann mit einer angeblichen Affäre mit dem Ex-Spice Girl Geri Halliwell in den Schlagzeilen, 2005 mit neuen Depressionen, einer Tablettensucht und der Aussage, nie mehr auf Tour gehen zu wollen. Zum Glück für all seine Fans, bekommt er auch diese Phase in den Griff und wird stabiler.

Heute

Seit Robbie Williams mit Ayda Field liiert ist – und nach dem die Trennungsgerüchte verstummten – ist es ruhiger um ihn geworden. 2010 heiratete er seine Ayda, man hege Kinderwünsche. Es bleibt zu hoffen, dass Ayda Field Robbie den nötigen Rückhalt gibt, sein Selbstbewusstsein zu stärken – und es tatsächlich dauerhaft ruhig um die beiden werden zu lassen und keine Skandale mehr auftauchen.

Foto: Starpress

Ähnliche Berichte:

Einen Kommentar schreiben