Take That – Ein Verhältnis zwischen permanentem Hass und ewiger Liebe
Sie ist die Band, die Robbie Williams groß gemacht hat, sie ist aber auch die Band, mit der es viele Streitigkeiten gab. Die Rede ist von Take That, der erfolgreichsten Boyband aller Zeiten.
Robbies Einstieg bei Take That
1990 war man schon fast komplett, suchte nur noch einen letzten Mann für die Band – nach einem Casting, für den Robbies Mutter den damals 15jährigen angemeldet hatte, war die Entscheidung gefallen: Man wollte Robbie in der Band, anfangs nur als eine Art Aushilfe, schnell hatte er jedoch einen festen Platz in der Band. Fünf Jahre lang startete man gemeinsam durch, hatte einen Hit nach dem anderen, räumte etliche Auszeichnungen und Preise ab und brachte die Teenies reihenweise der Ohnmacht nahe. Robbie Williams war zu dieser Zeit jedoch schon eine Art „schwarzes Schaf“, ein Rebell in der Band. Mit Drogen, Alkoholexzessen und seinem nackten Po, den er der Öffentlichkeit gerne präsentierte, geriet er immer wieder in genau deren Kreuzfeuer und damit in die Schlagzeilen. Robbie Williams war nie einverstanden mit den strengen Maßgaben, die das Management vorgab und damit in private und karrieretechnische Bereiche eingriff. Um Take That herum – und vor allem um das Sexsymbol der Band herum – wurde es immer unruhiger. 1995 kam dann der unvermeidbare große Knall: Robbie muss die Band wegen seiner ausufernden Drogen- und Alkoholexzesse verlassen, da das der Image der Band schadet. Ein knappes Jahr machte man ohne den Frauenschwarm weiter, Anfang 1996 lösen sich Take That endgültig auf und sorgen damit für viele gebrochenen Fanherzen. Teilweise mussten sogar Seelsorge-Hotlines eingerichtet werden, an denen sich die trauernden Mädchen und Frauen den Frust von der Seele reden konnten.
Robbies Solokarriere
Noch im selben Jahr startet Robbie seine Solokarriere, der Durchbruch gelangt ihm erst ein Jahr später. Lange Zeit fließt viel böses Blut zwischen dem Frauenschwarm und seiner ehemaligen Band. Öffentlich berichtet er von der „schlimmen Zeit“ und lästert ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen über Gary Barlow und die anderen Bandmitglieder. Obwohl die Fans es sich so sehr wünschen und es immer wieder als Gerücht durch die Boulevardpresse schweift, wird eine Reunion immer wieder abgelehnt, über den Haufen geworfen und Gerüchte werden hartnäckig dementiert.
Das Comeback
Man lässt sich viel Zeit und wird sich sich nicht einig, ob Robbie Williams bei einer möglichen Wiedervereinigung dabei sein wird oder nicht.
Ab 2009 trifft man sich dann zu klärenden Gesprächen, all die Anschuldigungen und Beleidigungen gehören von jetzt an der Vergangenheit an. Die erneute Zusammenkunft wird geplant und immer konkreter. Im Sommer 2010 ist es dann endlich soweit: Man gibt die ersten Pressekonferenzen als wiedervereinte Band Take That – MIT Robbie Williams an Bord. Im Herbst steigen die 5 mit dem Album „Progress“ auf Platz eins der Charts ein. Für den kommenden Frühling ist eine große Tournee geplant.
Doch schon kommen wieder die ersten Gerüchte zum Tragen, die besagen, dass Robbie der Hype um die Band zu viel würde und sich dabei auf die britischen Zeitungen „Mirror“ und „Daily Star“ stützen. Eine kurze Reunion? Nimmt Robbie nicht mal mehr an Tour von Take That teil? Die Medien werden alle Fans mit neuen Informationen auf dem Laufenden halten.
Foto: Starpress