Ein Skandal jagt den nächsten im Hause Williams
Niemand sonst hat die sprichwörtlichen Hosen so oft runtergelassen, wie es Robbie Williams tat. Drogen, Alkohol, Parties, Depressionen, Übergewicht, Huren, Affären und unendlicher Ruhm haben ihn immer und immer wieder schonungslos in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Oft haben sich Leser und Zuschauer gefragt, ob er sich noch einmal fangen kann – und er konnte, und das ebenso oft wie man ihn für untergegangen hielt.
Der Rausch
Wie ein Phönix aus der Asche übersteht Robbie alle Skandale um seine Person, für die er in der Regel selbst verantwortlich ist, liefert einen neuen Charterfolg ab, setzt sein spitzbübisches Grinsen auf und sorgt damit dafür, dass ihm doch wieder alle willenlos ergeben sind. Noch bevor seine Solokarriere so richtig gestartet war, machte Robbie eher durch Skandale als durch seine Musik auf sich aufmerksam. Im Sommer 1997 bugsierte ihn Elton John, nachdem er Robbie seinen Rausch bei ihm ausschlafen ließ, den Drogen- und Alkoholabhängigen kurzerhand in eine Entzugsklinik. Vier Wochen lang soll sich Robbie wie ein „ungezogenes Kind“ gefühlt haben, wie er in seiner zweiten Autobiographie „Feel“ erzählt. Nichts wäre ohne Überwachung gelaufen, als man ihn jedoch aufschreiben ließ, nach was allem er süchtig sei, sei ihm sein Zustand bewusst geworden – denn da standen Heroin, Ecstasy, Kokain, Marihuana und noch einige weitere Substanzen auf der Liste, eine Kokain-Depression wurde diagnostiziert.
Sex
Doch chemische Substanzen sind zu dieser Zeit nicht Robbies einzige Droge. Er selbst gibt im Buch „Feel“ an, nach Prostituierten süchtig gewesen zu sein. Unzählige Male habe er sich Huren in die Hotels bestellt, in denen er regelmäßig abstürzte. Einmal soll er Gerüchten zu Folge bei einem Videodreh eine Prostituierte nahezu angefleht haben, mit ihm zu schlafen – die soll jedoch abgelehnt haben. Eine andere Begegnung sei beinahe tödlich verlaufen, wie in „Feel“ zu lesen ist. Robbie habe sich für 400 Dollar gleich zwei Damen bestellt, eine davon sollte angelernt werden. Während man beim Liebesspiel gewesen sei, habe die zweite Dame im Badezimmer eine Waffe durchgeladen und mehr Geld verlangt. Schließlich seien die Frauen jedoch mit entladener Waffe und ihrem Geld von dannen gezogen. Die Sucht nach unverbindlichem Sex verging Williams jedoch damit nicht. Groupies, die sich im Schatten seines Ruhmes sonnen wollten, habe er ebenfalls zuhauf gehabt, manchmal sogar die Groupies von anderen Bands. Tiefe Befriedigung habe er dabei aber selten verspürt, es sei eher „ein Automatismus“ gewesen.
Gerüchte
Doch nicht nur mit Drogen- und Sexskandalen machte und macht Robbie Williams von sich reden. Der chronische Spaßvogel überrascht auch gerne mal die Journalisten, indem er nackt zu Interviewterminen erscheint und eine ernsthafte Unterhaltung somit erschwert, andererseits natürlich auch zur Belustigung aller Beteiligten beiträgt.
Jahrelang witterte man auch einen Skandal und heiße News mit den nicht enden wollenden Gerüchten um seine angebliche Homosexualität. Nachdem Williams zwei Jahre lang mit dem Musikjournalisten Chris Heath an seiner Autobiographie „Feel“ gearbeitet hatte – und dabei so viele Stories zu Tage kamen, an denen Prostituierte beteiligt waren, war wenigstens dieses Gerücht aus der Welt geräumt.
Nichtsdestotrotz werden die Skandale um Robbie Williams wahrscheinlich nicht abreißen – zum einen, weil er naturgemäß eben ein Wildfang ist, und andererseits, weil das ein Leben in der Öffentlichkeit fast schon zwangsläufig mit sich bringt.
Foto: Starpress